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Trauma und Balance
 
Heilung von Traumatisierungen bedeutet Zurückgewinnen von Balance

 
 
Trauma heißt die Wunde (griechisch) und bedingt als Folge von körperlichen, emotionalen und geistigen Verletzungen einen sich im Körper, in der Seele und im Geist manifestierenden Zustand von Angst, Spannung und versuchtem Schutz gegen erlebten, erinnerten oder vorhandenen Schmerz. Dieser kann durch vielerlei Ursachen ausgelöst werden ,wie u.a. Unfälle, Krankheiten, Operationen, emotionale Verluste, Krieg, Mißbrauch, Vergiftungen, verbale Verletzungen und geistige Manipulationen oder auch durch das Zeuge sein schreckenerregender Situationen. Zeit selbst heilt Wunden nicht, da die Symptome von Trauma durch einen sich beständig wiederholenden Mechanismus, ausgelöst durch "traumatische Gedanken und Lebensmuster" aufrecht erhalten werden. Selbst vorhandene Selbstheilungskräfte und Lebensimpulse werden u. u. unterdrückt. Traumatisierungen sind vielmehr, auflösbar durch einen Wandel im Bewußtsein, einem erlebbaren Schritt in eine nicht mehr Trauma-gesteuerte Zukunft, heilbar. Dazu bedarf es eines Prozesses, das Leben, seine Bewegung, seine Spielart, seine Polarität neu zuzulassen, zu erfahren. Dieser kann jederzeit und immer einsetzen, sei es durch einen gezielten therapeutischen Impuls, in der Natur, durch eine Erfahrung von Liebe, Musik, herausfordernde Lebensaufgaben und vieles mehr.
 
Trauma, sei hier erwähnt, ist ein dem Leben zugehöriges Thema, das, als Aufgabe verstanden, einen sehr spannenden und in das Leben holenden Prozeß darstellen kann. Die Auflösung von Trauma bedeutet alleding immer eine Konfrontation mit auftauchender Angst, Erregung, mit Schmerz, Starre und Ohnmacht.
 
Gerade in solchen Momenten ist es verständlich, wenn Widerstände, Veränderungen im Kontakt, den Therapeuten angreifende oder hilflos machende Projektionen, Spannungen oder auch Verschiebung von Symptomen auf andere Körperbereiche oder Lebensbereiche auftauchen. Das Weitergehen über solche Schwellen bedeutet das Verlassen pseudo - tragender Sicherheit und damit quasi den Schritt in potentiell retraumatisierendes Terrain. Wenn man sich bewußt macht, daß sich die Erde letztlich immer bewegt, trägt der festeste Beton nur relativ. Stabilität wird entfernt der beweglichen Körper-, Erdmitte in fixierter Haltung gesucht, Schutz in dem Versuch, Verletzung zu vermeiden, wiederum eine hohe Verletzlichkeit zur Folge habend.
Da das Leben aber den Umgang mit Verletzungen in sich birgt, gilt es, anstatt überaus verletzbar oder hart zu bleiben, die eigene Kraft, Widerstandsfähigkeit, das Selbstverständnis und den Mut in Bezug zu der verbleibend potentiell verletzenden Umwelt zu stärken. Auf dem Wege dahin tauchen obengenannte darunterliegende Gefühle und Körperempfindungen auf. Sie können unter ermunternder Begleitung und Schritt für Schritt in dem Tempo zugelassen, erlebt, damit integriert werden, daß darüber die eigene Power neu erlebt wird und schlußendlich als eine Basis wieder aufgetauten Lebens dem Weg in eine freiere Zukunft dient.
 
Traumatisierungen führen auf Dauer zu fixierter Haltung, fixierten Konzepten bis hin zu Isolation, Depression, Arbeitsunfähigkeit, Süchten, chronischen Schmerzen und Erkrankungen. Wenn ein solcher Zustand ersteinmal als Reaktion auf einen kurzen, sich wiederholenden oder lange andauernden Schreck, einem subjektiven Gefühl von Zuviel durch den Glauben, daß das das Beste für das Leben ist entstanden ist, kann selbst guter Wille, verbale oder körperliche Überzeugungskraft oder viel Übung nicht den Rückweg ins Leben ermöglichen, wenn nicht Raum, Zeit, Verständnis, Spiegelung des entstandenen Mechanismus eine von innen kommende Annahme und mutige Neuentscheidung ermöglichen.
 
Trauma bedeutet in einem Zustand hoher Erregung oder Apathie einen fixierten Kampf gegen Neues in individueller speziefischer Weise, in Bezug auf alle Bereiche des Lebens, sich ständig erneuernd. manifest und ablesbar auch im körperlichen Zustand, Ausdruck, Haltung und Bewegung, der Art der Kontaktaufnahme, dem Gesprochenen.
 
Trauma läßt sich letztlich leicht erkennen, und wird in der Ausformung seiner individuellen Muster häufig verbal geäußert. Typische Muster können sein: ich kann nicht (mehr), ich will nicht, es wird nie wieder, es muß, ich bin und bleibe Opfer, ich bin schuld, ich brauche Vergeltung, es geht nichts ...
 
Wenn man sich diese Aussagen einen Moment in ihrer vollen Ausprägung auf ein Leben oder innerhalb eines therapeutischen/behandelnden Prozesses vorstellt, nachspürt und sich bewußt macht, daß sie u.u. jeden neuen Schritt prägen, kommt man in Kontakt mit der Qualität möglicher Traumafolgen.
Die Neigung, das Erlebte im Erleben zu vermeiden oder durch retraumatisierende Situationen oder Handlungen bzw. in Bildern und Alpträumen zwanghaft zu wiederholen kann dazu führen, daß ein Behandler oder Therapeut entweder um das Trauma "herumbehandelt" oder direkt "in die Wunde greift". Um Trauma zu heilen, muß es berührt werden. Bewußte, mit dem Trauma - Mechanismus kommunizierende Berührung- verbal, körperlich, emotional - ist demnach nötig und dann gelungen, wenn Angst, Schmerzen und Wut zugelassen und überwunden sind und das Bewußtsein des Klienten anwesend bleiben oder zunehmend präsent sein kann. Möglichst nicht am Ort des Geschehens zu sein, nicht im Körper präsent zu sein, das Phänomen der Dissoziation zählt auch zu den häufigen Symptomen und dient im ersten auch der Schmerzvermeidung, im weiteren aber auch der Vermeidung von Kontakt mit sich, der Erde und den Mitmenschen.
 
Dann erfolgt Therapie, aber kann nicht integriert werden, da die Aufmerksamkeit nicht gehalten werden kann.
Trauma konsumiert enorm viel Energie, kostet Kreativität, Freiheit zugunsten des Bemühens, weiteren Schmerz zu vermeiden. Angebotenes Leben, auch aus dem eigenen inneren System heraus wird als erneute Bedrohung gesehen, verwechselt, vermieden, vergessen.
In jeglicher Form von Umgang mit einem Menschen, der traumatisiert ist, ist die Kenntnis dieser Mechanismen sowie der Umgang damit unerläßlich.
 
Begrüßende und therapeutische Kontaktaufnahme, Anamnese und Diagnosestellung kann jederzeit die Eventualität miteinbeziehen, daß Trauma vorkommt. Die Auflösung von Trauma erleichtert jegliche Art weiteren Heilungsprozesses und Integration in den Alltag. Es kann sehr hilfreich sein, persönliche Lebensbereiche wie Partnerschaft, Arbeit, Herkunft etc und Alltagsthemen des Patienten anzusprechen, um gemeinsam mit ihm zu erkennen, wo und wie sich Traumafolgen noch manifestieren. Ein Heilerfolg kann nur dann beständig sein, wenn es nicht sofort Auslöser für alte Symptome und damit deren Wiederherstellung gibt Balance ist ein natürliches Ergebnis und Potential gelöster Spannungen nach Traumatisierungen, gepaart mit dem Rekreieren neuer Visionen wie z.B.: ich will, kann, tue ,bin lebe, liebe, dem möglichen Blick für das Schöne und die Offenheit für Freude im Leben.
 

 
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