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Integration und Transformation von Trauma

 
 
Trauma heißt Wunde (griech.) oder Spaltung des Bewußtsein. Nach Freud versteht man unter diesen Begriff den Durchbruch durch unsere natürlicher weise vorhandenen Abwehrmechanismen.
Diese Definitionen geben einen Hinweis auf einen bestimmten Prozeß oder Mechanismus Dessen Verständnis im Umgang mit Trauma wesentliche Hilfe zu seiner Transformation bedeuten kann.
Trauma ist ein tiefgreifendes Geschehen, daß in seinem Wandlungspotential direkt ins Leben führen kann.
 
Ein Bild kann hilfreich sein.
Man schmeißt einen Stein in einem See. Normalerweise fällt er auf den Grund, ein paar Wellen werden aufgeworfen verteilen sich nach einer Weile, vorher mögen einige Spritzer in Die Luft spritzen, fallen wieder herunter, noch ein paar Wellen verursachen,. Die Folgen von einer Traumatisierung kann auch verglichen werden mit einer Situation, die In der Mitte eines Prozesses eingefriert, so als ob die Tropfen in der Luft stehen blieben. Das Leben wird zu einem sich wieder holenden derartigen Bild, in fixierter Spannung, fixiertem Glauben und Angst vor erneuter lebendiger Bewegung. Viele Symptome können in der Folge aus traumatisierten Ereignissen oder traumatisierenden Perioden resultieren, wie
  • Flashbacks,
  • Depressionen,
  • Erregungszustände,
  • Hilflosigkeit,
  • Panik,
  • Wiederholungszwang,
  • Alpträume,
  • Veränderungen im Verhalten
Um nur die wesentlichen akuten Symptome zu nennen. Neben dem im DSM 4 Katalog erwähnten PTP Symptomen können chronische Erkrankungen aus der Dysbalance der Nervenhormonabwehrsystems resultieren. Enorme Einschränkungen und Veränderungen in der Lebensgestaltung sind die Folge. Aus einem Prozeß der Beobachtung unserer Klienten, der Frage was hilft, hat sich Die Arbeit auf die Überzeugungen konzentriert, die in der Zeit nach traumatisierenden Ereignissen kreiert werden um Angst zu bekämpfen, daß sich der Schrecken wiederholt. Dieser wird dann eher eingekapselt, begründet ohne äußere Notwendigkeit die Aufrechteerhaltung die, die Realität so wiederum weiterbestimmen und so neu Spannungen, neue Symptome kreieren.
Also, ein Teufelskreis, der sich über Generationen hinweg aufrechterhalten kann.
Eine solche durch Trauma bedingte Überzeugung kann gemäß einer ganzheitlichen Lebensbetrachtung in 12 Lebensbereichen die wir folgendermaßen überschreiben können. 1.Wille, 2.Körper, 3.Sprache, 4.Familei, 5.Krativität, 6.Arbeit, 7.Beziehung, 8.Macht, 9.Religion, 10.Ordnung, Lebensziel, 11.Fraeundschaften, Gesellschaft, Ideen, 12.Einheit. Sie korrespondieren mit 12 Lebensbedürfnissen um deren Erfüllung wir als Menschen bemüht sind, die wir leben, erleben und gestalten wollen, eingebettet in den jeweiligen kulturellen Hintergrund.
Trauma wie gesagt kann dazu führen, daß der Betroffene die Überzeugungen die das Leben in den 12 Lebensbereichen bestimmen, radikal verändern
 
Das Leben wird von traumatischen Gedanken bestimmt die kompensatorische Verhaltensweisen bedingen ehemals aus Angst, um Schutz bemüht auf Dauer begrenzend und belasten, isolierend und krank machend.
 
Einige Beispiele seien hier aufgeführt:
Lebensbereich Beziehung: " ich liebe nicht mehr, ich brauche jemanden, man schuldet mir etwas und ich bin isoliert."
Lebensbereich Arbeit: " ich kann nicht arbeiten, weil ich keine Kraft habe, ich muß viel tun, ich habe Angst vor Armut, ich habe kein Geld und brauche Unterstützung, ich schaffe es nicht."
Lebensbereich Macht: " ich verdiene Recht, man schuldet mir, ich fühle mich schuldig".
Lebensbereich Religion: " ich habe allen Glauben verloren ,,, etc. Symptome können von Lebensbereich zu Lebensbereich springen, hierarchisch geordnet sein.
 
Symptomen entstehen durch Überzeugungen. Überzeugungen bilden Symptomen und bedingen Verhalten. Daraus resultierende Erfahrungen begründen dann wieder das erneute kreieren der Überzeugungen.
 
Der Aufbau und die Funktion des Nervensystems können helfen, sich zu orientieren. Wir können hierbei die bewußte Denkebene, Gefühls u. Empfindungsebene unterscheiden, (Groß - Mittel u. Stammhirn).
Die Überzeugungen werden im Großhirn gebildet. Zu der Gefühlsebene sind Angst, Trauer u. Wut, Liebe, Eifersucht zuzuordnen.
Die Ebene des Stammhirns äußert sich über die Empfindungen im Körper, über den Atem, über Spannungen und körperliche Symptome.
Über eine oder mehrere dieser Nervensystems Ebenen, kommuniziert der Mensch verbal Oder nonverbal sowie über körperliche Haltung und sein Verhalten.
 
So können wir als Therapeuten über genaues Zuhören und beobachten ablesen wie sich die Folgen aus Schreck und Angst manifestieren. Der Therapeut kann dem Klienten durch spiegeln helfen, sich seiner Realität bewußt zu werden.
 
Wir arbeiten schrittweise mit dem was der Klient zeigt:
 
Trauma kreiert Spaltung, ein kontinuierliches Zeitraumerleben und ganzheitliches Erleben seiner Selbst ist deshalb nach einer Traumatisierung kaum möglich.
 
Das Zurückführen in das eigene Erleben, die eigene Wahrnehmung, ohne daß die Wucht der darunterliegenden Angst auf einmal erlebt werden muß, sondern vielmehr schrittweise die einzelnen Elemente der ganzen Kreation (Überzeugung, Gefühl, Empfinden, Bilder, ) in die Wahrnehmung zu bringen hilft, die eigen Power zurückzugewinnen und im Hier und Jetzt anzukommen.
In der Konfrontation mit dem Geschehen, dem Mechanismus des Traumas wird das Potential frei für Erholung und Lebendigkeit.
Einfache vorsichtige, spezifische Fragen bilden das Geleit. Die Wahrnehmung der Überzeugungen bildet eine Möglichkeit für das autonome Nervensystem von einem übererregten Sympatikotonus oder von einem Vagotonus in die Balance zu kommen.
 
In dem Moment indem der Betroffene bewußt die komplexe Wirkung seiner durch ihn selbst Gebildeten traumatischen Überzeugung sowie den Effekt auf sein Leben erleben wird, kann er auch in Eigenverantwortung jenseits von Schuld und Opferdasein zu der Möglichkeit zurückfinden eigene Entscheidungen zu treffen.
 
Es kann sich wieder Normalität einstellen. Mögliche, ursprüngliche, neue Lebensziele und Bedürfnisse in diesen 12 Lebensbereichen werden durch eine Traumatisierung unter Umständen vergessen, überlagert oder in eine ferne Zukunft projiziert. Somit ist das Findern und formulieren passender neuer Überzeugungen als Platzhalter der bisherigen traumatischen Gedanken oft unerläßlich.
Wenn sie nicht als natürliches Bedürfnis hervortreten ist es möglich sie mit dem Klienten gemeinsam gemäß der 12 Lebensbereiche zu formulieren. (Beispiele: ich will, ich kann, ich bin, ich tue, ich lasse, ich arbeite, ich liebe etc.).
Oft ist es hilfreich diese Form von praktikablen Hausaufgaben zu üben.
Traumatherapie beinhaltet oft Arbeit nach Kriegs-Flucht-Folter-Kulturellen und Generationen.
Ein ebenso praktikabler und integrativer Ansatz der Arbeit ist das Stellen von Trauma-Skulpturen in einer speziell abgewandelten Form von den klassischen systemischen von Hellinger und Satier.
Es können Überzeugungen und Visionen, Ereignissen, Elemente, Symptome und Lebensbereiche aufgestellt werden.
 
Verwundungen zu achten zu akzeptieren und zu integrieren, bedeutet eine große Herausforderung.
 

 
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